Sporthep Werder GmbH
Zentrum für Sporttherapie und Rehabilitation

Lexikon

MEDIZINISCHE BEGRIFFE FÜR SIE ERKLÄRT.


 

Behandlung nach Dr. Brügger

Die Therapie ist nach dem Neurologen Dr. med. Alois Brügger benannt, der die Methode in seinem Forschungs- und Schulungszentrum in Zürich entwickelt hat. Er beschreibt in seinen Büchern, daß zahlreiche, als »Rheumatische Beschwerden« bekannte Erkrankungen des Bewegungsapparates auf Fehlbelastungen von Wirbelsäule und Gelenken durch eine krumme/schlechte Körperhaltung während des Alltages zurückzuführen sind. Hierzu zählen z. B.:

  • Kreuzschmerzen
  • Nacken-, Schulter- und Armschmerzen
  • Ausstrahlende Schmerzen in die Beine (Ischialgie)
  • Abnutzungserscheinungen an den Gelenken (Arthrosen)

Fehlbelastungen bedeuten eine Überbeanspruchung, vor allem der Muskeln und Sehnen. Im Gegensatz zur krummen Körperhaltung werden bei der aufrechten Körperhaltung die Aufbauelemente (Knochen, Gelenke, Band- und Kapselapparat, Muskelsystem) optimal, d.h. mit dem kleinsten Aufwand, beansprucht.

Bei der krummen Körperhaltung kommt es dagegen zur kompensatorischen vermehrten Kontraktion jener Muskeln, die in die aufrechte Körperhaltung drängen. Das Abweichen von dieser Position verstärkt die reflektorischen Verspannungen und läßt die Muskeln, die an diesen Bewegungen und Körperhaltungen beteiligt sind, schmerzhaft werden. Diese zentralnervös gesteuerten Mechanismen bilden die Grundlagen des »Weichteilrheumas«.

Eine erfolgreiche Therapie muß daher beinhalten:

  • Erlernen aufrechter Körperhaltung während der Arbeit im Alltag
  • Korrektur der Statik des gesamten Körpers
  • Lösen der infolge länger anhaltender konzentrischer Muskelkontraktion entstandenen Muskelkontrakturen (Verkürzungen)

Lokale Behandlung (oft unter Zuhilfenahme von Wärme) von entstandenen sekundären Ödemen im arthromuskulären System, die die aufrechte Körperhaltung behindern.

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Cyriax

Die Methode nach Cyriax ist die Basis der Physiothherapie im Sporthep Werder. Der Londoner Orthopäde Professor Dr. James Henry Cyriax (1904 - 1985) hat als erster die Funktionsuntersuchung des Bewegungsapparates so schematisiert und systematisiert, daß die Diagnostik von Weichteilerkrankungen exakt und einfach geworden ist.

Die von Cyriax begründete "orthpädische Medizin" (nichtoperative Orthopädie) zeichnet sich durch geniale Logik der klinsichen Diagnostik und höchste Effektivität der praktischen konservativen Therapie aus. Sie hat auch im Zeitalter der stürmischen Entwicklung der Medizintechnik nichts an Aktualität eingebüßt. Die auf das Wesentliche konzentrierte und streng an der funktionellen Anatomie orientierte Untersuchungsmethodik führt zur sicheren Diagnose. Der Erfolg der Methode beruht auf engster Kooperation zwischen Arzt und Physiotherapeut.

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Osteopathie

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 - 1917) entwickelte vor über 120 Jahren eine eigene, manuelle Form der Diagnose und Behandlung und nannte sie Osteopathie.

Der Osteopath lässt und befreit mit seinen geschulten und einfühlsamen Händen Blockaden in allen Systemen des Körpers: dem parietalen, dem viszeralen und dem kraniosakralen System.

Die Osteopathie erlaubt, mit den Händen Mobilitätsstörungen, die Gesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigen, in den verschiedenen Strukturen des Körpers zu erkennen und zu behandeln. Grundlagen der Osteopathie sind genaueste Kenntnisse der Anatomie und Physiologie sowie ein ganzheitliches Körperverständnis

Die Osteopathie begreift Gesundheit als ein Gleichgewicht aller Systeme des Organismus und strebt danach, dieses Gleichgewicht zu bewahren (Prophylaxe) oder wiederherzustellen (Therapie). Hierzu dienen zahlreiche, manuelle Techniken, die es ermöglichen, die mechanischen, chemischen und energetischen Verhältnisse des Organismus zu untersuchen und positiv zu beeinflussen.

Er arbeitet dabei mit den Selbst- heilungskräften des Körpers zusammen. Seine Therapie wirkt sanft auf den Körper des Patienten ein und aktiviert dessen Fähigkeit zur Selbstheilung.

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PNF

Die Abkürzung PNF steht für: Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, und bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers.Die Methode wurde in den Jahren 1946 bis 1951 in Amerika von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt. Sie basiert auf neurophysiologischen Grundprinzipien, die von Sherrington, Hellebrandt, Pavlow u. a. beschrieben wurden. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der normalen motorischen Entwicklung.

Die Bewegungsmuster (Pattern) zeigen sich in Halte- (statisch) und Bewegungsfunktionen (dynamisch) unseres Körpers.Überwiegend sind sie für das nicht geübte Auge weniger auffällig, obwohl sie bei normaler Motorik immer vorhanden sind. Sie verlaufen dreidimensional und diagonal, da die Muskulatur spiralig angelegt ist. Mit diesen definierten Bewegungsmustern und bestimmten Techniken wird therapeutisch gearbeitet. Es werden Stimuli wie z. B. Druck, Zug, Dehnung und Widerstand, Extero- und Propriozeptoren ausgenutzt. ln einer festgelegten Art und Folge durchgeführt, kommt es zu den erwarteten Reaktionen im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion oder auch -entspannung. (Anbahnung bzw. Erleichterung einer Bewegung).Ziele der Anwendung sind:

  • Muskelspannung normalisieren (z. B. Spastizität herabsetzen oder schwache bzw. gelähmte Muskeln aktivieren). = fazilitieren
  • Fördern der motorischen Kontrolle
  • Fördern der Mobilität
  • Fördern der dynamischen Stabilität, Ausdauer, Kraft
  • Fördern der Geschicklichkeit, Koordination

Die Auswahl und Durchführung der Pattern und Techniken richten sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. Die Therapie erfaßt den Menschen ganzheitlich und setzt immer bei seinen stärksten Körperabschnitten an, um gezielt die Schwächen im Sinne der motorisch normalen Funktionen zu erreichen. Auch psychologisch bedeutet dieser Therapieansatz, daß der Patient seine Stärken erspürt und positiv motiviert gezielte Aktivitäten aufbauen kann.

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